Geschichte der Agrarproduktion Urbach GmbH

Als noch die einzelbäuerliche Landwirtschaft existierte, gab es in der Ortschaft Urbach 100 ablieferungspflichtige Betriebe, die insgesamt 1000ha Acker und Grünland bewirtschafteten. Die Durchschnittsgröße der Betriebe betrug ungefähr 10 ha. 

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Im Jahr 1958 wurde die erste LPG (Erwin Hoernle) im Ort Urbach gegründet, wobei jedoch nur ca. 15 Bauern in die LPG eingetreten sind. 

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Im Jahr 1960 kam die Zwangskollektivierung und es wurden noch zwei LPG gegründet. 

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In den Jahren 1969/70 wurden in Urbach eine neue Milchviehanlage errichtet, welche die Kühe aller drei LPG aufnehmen konnte. Alle drei LPG vereinten sich im Jahr 1970 zu der LPG „Erwin Hoernle“ (Gründungsmitglied von KPD und NKFD). 

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In der zweiten Hälfte der 70er Jahre wurde die „Kooperative Abteilung Pflanzenproduktion“ gegründet. Das Ziel war, die landwirtschaftliche Fläche mehrerer LPG gemeinsam zu bewirtschaften. Zu dieser Kooperation gehörten die Flächen der LPG Görsbach, Urbach, Windehausen, Bielen und des VEG Sundhausen. Die bewirtschaftete Fläche der Kooperation betrug ca. 4000ha. Die Kooperation wurde in eine LPG-Pflanzenproduktion umgewandelt und es kam zu einer Trennung von Tier und Pflanzenproduktion. 

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Die LPG Erwin Hoernle bemühte sich einen Partnerbetrieb zu bekommen. In Ungarn fand sich eine LPG in der Ortschaft Szentenis nahe der Kreisstadt Sigetwa in der Region um Petsch, welche ebenfalls eine Partnerschaft suchte. Ein Austausch von Mitarbeitern beider Betriebe wurde erfolgte in den Jahren bis zum Jahr 1989. 

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Im Jahr 1991 wurde die Umwandlung des ACZ (Agrochemisches Zentrum) des Kreises Nordhausen in den heute noch bestehenden Südharzer Landhandel GmbH durchgeführt. Fast alle umliegenden Landwirtschaftsbetriebe wurden Gesellschafter des SLH. 

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Nach dem politischen und wirtschaftlichen Zusammenbruch der Deutschen Demokratischen Republik kam es 1991 wieder zum Zusammenschluss von Tier und Pflanzenproduktion. Somit wurde auch die Auflösung der kooperativen Abteilung Pflanzenproduktion automatisch besiegelt. Daraufhin wurde die „Bauernland AG“ gegründet. Die Bauernland AG gründete 1991 drei Tochterunternehmen, Görsbach, Urbach, Windehausen, von denen die gesamten Flächen bewirtschaftet wurden. 

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Im Jahr 2002 wurde ein Teil der Aktienanteile der Bauernland AG durch die Agrarproduktion Urbach GmbH käuflich erworben. Eine Aufteilung der Bauernland AG erfolgte durch die Betriebe Görsbach (Thomas Münzer LPG), Urbach (Erwin Hoernle), Windehausen (Goldene Aue Bielen). 

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Nach dem Teilerwerb der Bauernland AG kam es zur Auflösung der LPG in Urbach und der Umwandlung zum Unternehmen Agrarproduktion Urbach GmbH. 

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Im Jahr 2003 erwarb die Agrarproduktion Urbach GmbH Beteiligung an der Betriebsgesellschaft Leimbach mbH.

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In den folgenden Jahren wurden auf dem Standort Urbach verstärkt in eine zukunftsfähige Landwirtschaft mit Technik/ Gebäude für den Ackerbau und der Tierhaltung investiert. 




Geschichte Landwirtschaft Leimbach Betriebsgesellschaft mbH

Die Gemarkung Leimbach besteht aus ca. 700 Hektar landwirtschaftlicher Fläche, welche in Zeiten der einzelbäuerlichen Wirtschaft von ca. 15 Pferdebauern (10-20 ha Betriebe) und 40-60 Kuhbauern bewirtschaftet wurde. Die durchschnittliche Betriebsgröße der Bauernhöfe betrug 9,4 Hektar. Großbauern waren somit in der Ortschaft Leimbach nicht vorhanden. 

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Weiterhin exitierten neben den privaten Bauenhöhen 2 Güter in der leimbacher Flur. Das Gut Dörmann in Himmelgarten und Gut Rittertal in Leimbach sind hier aufzuführen. 

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Das Gut Rittertal wurde am 27.10.1862 von 88 Grundbesitzern aus Leimbach vom Baron Hans von Rüseleben zu Bielen abgekauft. Das Gut besaß zur damaligen Zeit 375 Morgen, welches 93,75 Hektar entspricht. 

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Am 09.08.1958 kam es zur Gründung von 2 LPGn durch 15 landwirtschaftlichen Betrieben. Die LPG Typ 2 „Goldene Ähre“ wurde von 8 Betrieben mit einer LN von 97,2 ha gegründet (Vorsitzender Heinz Knödel). Die LPG Typ 1 „Erntesege“ wurde von 7 Betrieben mit einer LN von 56 ha gegründet (Vorsitzender Werner Spillner).

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Im September des selben Jahres stellten 10 weitere Betriebe einen Mitgliedsantrag. Somit wurden bis Ende des Jahres 1958 etwa 276ha, welche 36,8% der LN des Ortes darstellte, genossenschaftlich bewirtschaftet. 

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Am 06.10.1959 schlossen sich die beiden LPGn zu einer LPG Typ 2 zusammen. Bis Jahresende traten weitere Bauern der neu gegründeten LPG ein, 353ha wurden bewirtschaftet. 53% der LN des Ortes wurden zu diesem Zeitpunkt genossenschaftlich bewirtschaftet. 

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Am 30.03.1960 wurde die Vollgenossenschaftlichkeit erreicht. 72 ablieferungspflichtige Betriebe und 20 Kleinbetriebe mit einer insgesamten LN von 750 ha bildeten die Grundlage der LPG Typ 2. 

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Im Jahr 1961 erhielt die LPG Leimbach für die derzeitige gut durchdachte Arbeitsorganisation und soz. Betriebswirtschaft eine Goldmedaille auf der Agra in Markkleeberg überreicht.  

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Die Tiere wurde zu dieser Zeit individuell auf verschiedenen Höfen des Ortes gehalten. Ab 1960 wurde begonnen die Tiere genossenschaftlich zu halten. So wurde 1960-1961 eine Entenmastanlage und ein Schafstall erbaut. Der Bau des ersten Kuhstalls begann 1964 und wurde 1965 fertiggestellt. Im Jahr 1968 wurde der zweite Kuhstall errichtet. In den Ställen der LPG (T) Leimbach wurden 420 Kühe gehalten. 

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Im Jahr 1968 erfolgte auch der Übergang von LPG Typ 2 auf LPG Typ 3. 

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Am 01.05.1972 wurde die KAP Nordhausen gegründet, eine Trennung der Feldwirtschaft und Viehwirtschaft erfolgte bei der LPG Leimbach. Das Land wurde anschließend durch die KAP bewirtschaftet. Dieser größte Landwirtschaftsbetrieb der Feldwirtschaft des Kreises Nordhausen (KAP Nordhausen) arbeitete so bis zum 31.12.1983 mit einer LN von über 7.800ha. Ab dem 01.01.1984 spalteten sich die KAP Nordhausen in zwei Pflanzenbaubetriebe, das  VEG (P) Nordhausen und LPG Großwechsungen auf.

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Am 01.01.1977 schloss sich die LPG Nordhausen-Salza der LPG Leimbach an. Zwei Jahre später in Jahr 1979 schloss sich die LPG Hesserode der LPG Leimbach ebenfalls an.  Somit erstreckte sich die LPG Leimbach über 5 Gemeinden und Teile der Stadt Nordhausen.  Die Tierproduktion erfolgte in 38 Stallkomplexen mit über 50 Ställen in den Ortschaften Leimbach, Krimderode, Salza, Hesserode, Kleinwerther, Großwerther, Steinbrücken und Schate. Die Tierzahl lag nach dem Zusammenschluss bei 920 Milchkühen, 2120 Rindern, 1440 Schweinen und 1020 Schafen. 

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Am 30.04.1984 wurde die LPG Leimbach in 2 Tierproduktionen aufgespalten, der LPG Leimbach und der LPG Hesserode. 

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Im Jahr 1990 wurde der Bewirtschaftungsvertrag  der Flächen im Leimbacher Gebiet durch die VEG PFl. Produktion gekündigt. Ab 1991 musste die Flächen in Göße von 1050ha durch die LPG in Leimbach selbst bewirtschaftet werden. 

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Im Jahr 1991 wurde die Umwandlung des ACZ (Agrochemisches Zentrum) des Kreises Nordhausen in den heute noch bestehenden Südharzer Landhandel GmbH durchgeführt. Fast alle umliegenden Landwirtschaftsbetriebe wurden Gesellschafter des SLH. 

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Am 01.01.1996 wurde die Privatisierung der Landwirtschaft Leimbach durchgeführt. Die dabei entstandenen Gesellschaften (Agrarverwaltungsgesellschaft Leimbach mgH & Co. KG, Agrargesellschaft Leimbach und die Landwirtschaft Leimbach Betriebsgesellschaft mbH) welche später zur  Landwirtschaft Leimbach Betriebsgesellschaft mbH zusammengeschlossen wurden.